Mitarbeiterausflug

Der sommer­liche Ausflug der Mit­arbeiter unserer Kirch­gemeinde führte uns in diesem Jahr in die Kaiser­stadt Alten­burg. Wir haben weder alle Räume des ur­sprüng­lich kaiser­lichen, dann herzog­lichen Schlos­ses be­sichtigt noch die aus Zeiten Barba­rossas stam­menden Roten Spitzen besucht. Und auch das Skat­spiel blieb völlig auf der Strecke.

Dafür haben wir viele Details unserer sächsi­schen Ge­schichte vor Augen bekom­men, als wir durch die herr­liche Schloss­kirche und die Fest­säle geführt wurden und auf den Spuren der Refor­ma­tion in der Bartho­lomäi-Kirche wandelten. Und wir haben mit­einan­der einen Tag voller Ge­schich­ten und Ge­spräche ge­nießen können – das macht Lust auf mehr.


Gemeinderüstzeit in Kohren-Sahlis

Vom 30.05. bis 02.06. hatten wir eine schö­ne Rüstzeit in Kohren-Sahlis. Sie stand unter dem Motto: „Die Quelle in der Wüste“. Wir haben ge­mein­sam ge­betet und gelacht. Gleich am ersten Tag gab es eine Führung durch Kohren-Sahlis. Sehr schön fanden wir den Töpfer­brunnen auf dem Markt­platz. Die Wan­de­rung zum Linden­vorwerk führte durch eine tolle Land­schaft. Wer woll­te, konnte danach noch durch das Laby­rinth der Sinne ge­hen. Der Höhe­punkt für alle Kinder war die Ziegen­wande­rung. Das heißt, wir sind gemein­sam mit einer Ziegen­herde durch den Wald ge­wan­dert. An einzel­nen Halte­punkten wur­den uns interes­sante Sagen und Legen­den aus der Gegend erzählt, und wir fanden ver­bor­gene Schätze.

Am letzten Tag ge­stalte­ten wir den Gottes­dienst selbst. Wir Kinder haben ein An­spiel auf­geführt, welches den Gottes­dienst ein­geleitet hat. Ich denke, dass alle Kinder und Erwach­senen diese Rüs­tzeit in guter Er­inne­rung behalten werden.

Enna Marie Schmieder


28. Ökumenisches Straßenfest „Auf dem Weg“

Augenfälliger hätte das Motto des „28.“ nicht erlebt und gezeigt werden können: die öku­meni­sche Gottes­dienst­gemein­de bei vor­mittäg­lichem Sonn­tags­sonnen­wet­ter „Auf dem Weg“. Entlang der Bieder­­mann­straße, zwischen Boni­fatius­kirche am St. Eli­sabeth-Kranken­haus und der Paul-Gerhardt-Kirche an der Sel­necker. Freund­lich um­rahmt beide Kirchen­andachten durch Bläser unseres Posaunen­­chores, ge­staltet vom Kinder­garten Eli­fant. Unter­wegs ein Gebet für den Frieden, auf dem Park­platz eines Dis­counters, zwi­­schen Polizei­dienst­stelle in der Wiede­­bach­passage, freier Kinder­tages­stätte und Häusern der so­genann­ten Conne­witzer Szene in der Stockart­straße. Festlich und ein­drück­lich war das schon, der ge­schlos­­sene Einzug der großen Fest­gemeinde in die Sel­necker­straße mit Glocken­geläut.

Nach dem Segen galt es, die richtigen Programm­ange­bote, Treff­punkte für zahl­­reiche Füh­rungen und die interes­sante­s­ten der ins­gesamt knapp 130 Stände zu finden. Zwischen dem gemein­samen Stand unserer Kirch­gemein­den und der Aktions­fläche unseres Meusi-Kinder­gar­tens spannte sich ein Barfuß­pfad für alle Muti­gen, die neben Sand, Erde auch Kies, Splitt, Kiefern­nadeln und Tannen­zapfen er­spüren wollten.

Zu vielen anderen An­geboten wiesen gelbe Richtungs­weg­weiser, den Orts­hin­weis­schildern an Land­straßen nach­ge­staltet: es ging Dahin und Dorthin, nach Weiß­nicht­wohin, Gegen­diewand, Irgend­­wohin. Zu­gege­ben: nicht ganz hilf­reich, auch das Drum­herum-Schild an der Kir­che hätten wir uns wohl schen­ken kön­nen. Ziel­führen­der waren die An­zeiger nach Hoch­hinaus und Himmel­wärts, mit denen der Förder­verein zur Turm­bestei­gung einlud. Toilet­ten wirkte für viele Besucher er­leich­ternd, Laufsteg wies zur Kaffee­tüten­Moden­schau, Zum­stufen­steig in Rich­tung Kirch­berg­treppe. Sicher ent­­decken Sie das eine oder andere Schild in den Krippen­spielen zur Weih­nachts­zeit wie­der.

Gegen Mittag füllte sich unser Fest­areal, konnten sich alle Künst­ler auf der Bühne und in der Kirche über besten Zu­spruch und viel App­laus eines in­teres­sierten Publi­kums freuen. Dem Thema spürten auch die in der Kirche gezeig­ten Bilder von Konrad Masiero und ver­schie­dene Arbeiten von Schü­lern der Conne­witzer Zeichen­schule Richter nach. Auf­brechen und Los­gehen sind das Eine, das Auf­-dem-Weg-Sein ein An­deres. Bei Letz­­te­rem heißt es Durch­halten, vor Un­be­kann­tem und Neuem nicht er­schrecken, Lösun­gen für un­vorher­gese­hene Er­eignis­se finden, Men­schen mit­zuneh­men und wieder los­las­sen zu können. Vielleicht spüren Sie diesen Gedanken im aus­klin­gen­den Sommer und der Farben­pracht des an­klingen­den Herbstes nach.

Wir werden als Kirch­gemein­den weiter auf dem Weg sein, im Rahmen unse­rer laufen­den Gemeinde­reformen und öku­me­nisch gemein­sam. Letz­tmalig war Pfarrer Wolf dabei – wün­schen wir ihm alles Gute auf seinem kom­men­den Weg in einer katho­lischen Pfarrei in Gera. Nicht auf dem Weg war ein Re­dak­teur der LVZ, zu wenig Auf­merk­sam­keit er­­hei­schend schien ein Fest mit allein knapp 70 Ständen von Initia­tiven, Ver­­einen, Kirch­gemein­den und einer gut 10 000 Köpfe zählen­den Gäste­schar, zu­mal die Polizei keiner­lei Vor­komm­nisse ver­mel­dete. All jene aber, die unterwegs waren, werden den son­nigen Tag im Her­zen weiter­getra­gen haben. Was mir in diesem Jahr beson­ders auffiel, waren die über­große Anzahl junger Menschen und die unzähl­bare Kinder­schar auf dem Fest. Letzte­ren wird es schwer fallen, bis zum 29. Stra­ßen­fest am 17. Mai 2020 warten zu müssen; alle Helfe­rinnen und Helfer sind herzlich ein­gela­den zum Grill­abend am Mitt­woch, 11. Sep­tember, 19.00 Uhr in den katholi­schen Pfarr­garten.

Text und Fotos: Thomas Noack