Christvespern am Heiligen Abend

Modernes Krippenspiel der Spielschar

„Herodes erschrak und mit ihm ganz Jerusa­lem.“ Aus diesem Satz des Matthäus-Evange­liums entstand 2017 ein Krippen­spiel, das 2018 in der Paul-Gerhardt-Kirche seine Fort­setzung fand. Damit gingen die Macht­spiele im Palast des Königs weiter, aus ver­meint­lichen Ge­rüchten wurde bitterer Ernst für Herodes, denn der neue König soll(te) wohl tat­sächlich zur Welt gekom­men sein. Letzt­endlich führte uns die Ge­schichte gen Beth­lehem, und nach vier Jahren waren auch wieder Joseph und Maria in Conne­witz an der Krippe zu sehen.

Ein neues Stück von Thomas Noack, dessen Auf­füh­rung Zeit und alle Mühen in jedem Fall wert waren, sei es bei den Proben oder dem In-Szene-Setzen von teils sehr aus­gefalle­nen Bühnen­bildern. Ein Stück, bei dem wir 23 mit­wirken­den Jugend­lichen mit Freude und viel Engage­ment dabei sein konnten, ein Stück, das aus der Rolle fällt und anzu­ecken weiß. So wurde deut­lich, dass die Geburt Jesu zwar unter einem hellen, aber keinem guten Stern geschah. Viel Zeit zur Erho­lung blieb Josef und Maria nämlich nicht ...

Uns übrigens auch nur wenig, denn am 5. Januar führten wir das Stück in Chem­nitz nochmals auf, zur 12. Lan­gen Nacht der Krippen­spiele. Mit Freude nahmen wir den Applaus der Besucher, erleich­tert die gute Kritik der Jury und glück­strahlend den Publikums­preis entgegen.

Simon Garand

Krippenspiel der Christenlehre

Aufregend ging es auch beim Krippen­spiel „Flash­mob auf dem Weih­nachts­markt“ der Christen­lehre in der Geth­semane­kirche zu. Was macht man mit einem stehen gelas­senen Ruck­sack? Und wohin mit seiner Angst? – Schon waren alle Beteilig­ten und Zuschauer mitten im Geschehen.

20 Kinder haben so großartig die Weih­nachts­botschaft leben­dig werden lassen. Ein großer Dank gilt zudem den Eltern, die bei allen Vorberei­tungen und der Auf­füh­rung tat­kräftig geholfen und teil­weise sogar mit­gespielt haben.

Diakonin Claudia Weiß


Probenwochenende und Konzert unseres Jugendchores

Wir durften als Jugendchor am Reformations­tag 2018 in der Gethsemane­kirche ein eigenes Konzert gestalten.

Zur Vorbereitung dafür sind wir ein Wochen­ende in das schöne Jugend­herbergs­schloss in Windisch­leuba gefahren.

Der Tag begann dort mit dem Morgen­gebet und an­schließen­dem Früh­stück. Gleich danach ging es mit den Proben los. Zwischen diesen war genügend Zeit für Tischtennis­spiele, selbst­gebackene Kuchen (Mathildes Wolke war echt lecker!) und Gottes­dienst­vorberei­tungen. Zum Aus­klang des Tages gab es einen lustigen Spiele­abend mit Werwolf und Impro­theater und eine sinnl­iche Abend­an­dacht in der kleinen Dorf­kirche.

Zu einem Proben­nachmittag kam auch Christoph Zschunke hinzu, um mit uns den Gottes­dienst vorzu­bereiten. Dieser wurde von unserer Jungen Gemeinde zum Thema „Gruppenzwang“ gestal­tet. Unsere Lieder kamen gut bei der Ge­meinde an. Insge­samt war der Gottes­dienst sehr gelungen.

Es war ein Wochen­ende voller schöner Ein­drücke, die wir ge­meinsam als Gruppe erlebt haben. Das alles und unser eigenes Konzert hat uns sehr zusammen­geschweißt. Wir wollen uns dafür noch ein­mal ganz herz­lich bei unserer Chor­leiterin Ulrike Pippel be­danken!

Text: Caroline Reinhold
Fotos: Antje Caffier


Friedensdekade 2018

Das Motto der Dekade lautete: Wo stehst du? Auf diese Frage gibt es meist nur zwei Ant­wor­ten: hier oder dort, auf der rich­ti­gen oder auf der falschen Seite, links oder rechts.

Aber wo stehe ich, wo stehen wir als Christen? Dieser Frage wollten wir wäh­rend der Frie­dens­dekade nach­gehen. Nachgehen im ganz wörtli­chen Sinn: Wir gingen zu Stolper­steinen im Gebiet unserer Ge­meinde. Die Steine er­innern an das Schick­sal von Leipzige­rinnen und Leipzi­gern, für die die Aus­gren­zung durch ihre Nach­barn tödlich endete. Dort, an diesen Orten, haben wir ein­geladen zum Gebet: dafür, dass sich das nie wie­der­holt, und für Frieden in unserer Nach­bar­schaft. Frieden ist nicht anonym und weit weg irgend­wo in der Welt. Frieden hat ein Gesicht. Es ist das Gesicht neben dir!

In der Paul-Ger­hardt-Kirche war eine Aus­stellung der Arbeits­gemein­schaft Stolper­steine zu sehen. Sie konnte vor und nach den Gottesdiensten, aber eben auch eine Stunde vor den Friedensgebeten, besichtigt werden. Danach ging man gemeinsam zu den Stoplersteinen: Scheffelstraße 21, Arthur-Hoffmann-Straße 150, Karl-Jungbluth-Straße 35, Bornaische Straße 75 bzw. Bernhard-Göring-Straße 152, siehe auch die Fotos. Es nahmen zwischen sechs und 25 Menschen teil. Die ersten beiden Fotos entstanden beim Friedensgebet am Mittwoch, bei dem es an dessen Stolperstein um das Leben und Wirken Karl Jungbluths ging. Das dritte Foto entstand am Freitag vor dem Haus der Demokratie, um sieben Stolpersteine herum, die an wehrlose Kinder und Jugendliche erinnern, die durch das unmenschliche „Eutha­na­sie“- Programm der Nationalsozialisten zu Tode kamen.

Am 18. November beendeten wir die Friedesdekade mit einem Ökume­nischen Gottes­dienst in der St. Boni­fatius-Kirche.