Krippenspiel 2015: „Unruhe im Zirkus“ – und unter der Kanzel …

Es waren 19 außer­ordentlich spiel­freudige Dar­steller, einige davon Neu­linge (was man gar nicht gemerkt hat!) auf der Altar-Bühne, die geturnt, jong­liert, gesungen, Ketten ge­sprengt und Peit­schen ge­knallt haben; herrlich kostü­miert und vor auf­wändi­ger Ku­lisse. Das war opu­lent für ein Fest, dessen Ur­sprünge in einer stillen Krippe liegen. Die Weih­nachts­geschichte denkt man sich eher selten im Zirkus­milieu, aber sie kann alle er­reichen und Thomas Noack ver­steht, jedes Jahr neu davon zu erzählen, wie das geht.

Einsam­keit, Heimat­losigkeit, Berührungs­angst, Zukunfts­angst, all das gibt es auch in der glitzern­den Zirkus­welt – und ebenso braucht es guten Glauben und frohe Hoffnung, gibt es kleine Wunder und große Freude.

Oft sind es ja die Um­wege, auf denen uns die stille Bot­schaft er­reicht. Und so ging es viel­leicht vielen der Krippen­spiel-Besu­cher ähn­lich wie dem namen­losen Zirkus­gast, als er sagte: „Aber was ist heute schon einfach. Was erzähle ich Ihnen. Danke, dass Sie alle für mich da waren. Sie wissen nicht, was mir diese Vor­stellung heute bedeutet hat.“

Liebe Spielgemeinde: vielen Dank!

Tina Simon