Aktuelles Baugeschehen

Auf dieser Seite wird in Wort und Bild über unsere aktuell laufen­den Bau­vorhaben berich­tet. Zurück­liegende, bereits ab­geschlos­sene Vor­haben finden Sie als Unter­punkte bei >Kirchen und Gebäude.

Dritter Bauabschnitt der großen Außensanierung

Nach einem Jahr ohne (nennens­werte) Baustelle ist seit April das Gerüst wieder gewach­sen und wurde nun endlich frei­gegeben – der (vor)letzte Ab­schnitt der Außen­sanierung unserer Kirche ist in vollem Gange.

Bei diesem Bau-Abschnitt liegt das Haupt­augen­merk auf dem Dach, das nun kom­plett neu ein­gedeckt werden soll. Dabei geht es nicht nur um die große Dach­fläche und die Wieder­herstel­lung der histori­schen Deckung in den Rinnen. Die Ertüch­tigung der Trag­konstruk­tion, der Ein­bau eines Unter­daches (den ge­änder­ten Witte­rungs­verhält­nissen zu­schulden) und die Instand­setzung der Gauben (hier will der Förder­verein sich beson­ders engagie­ren) bedür­fen beson­derer Sorgfalt.

Darüber hinaus wird die Fassade komplett erneuert. Dazu muss auch der Putz komplett abgeschlagen werden, wie schon einmal vor ca. 35 Jahren in ehren­amtlicher Hand­arbeit. Mancher, der damals mit auf dem Gerüst stand, steht heute fragend da: War das denn schon wieder nötig? Ja, leider. Zum einen ist flächen­weise eine Erneue­rung auch op­tisch sofort ein­sichtig (siehe Foto vom West­giebel), darüber hinaus aber hat sich der Deck­putz als viel härter als der Grund­putz erwie­sen, so dass eine Fugen­sanie­rung nicht prak­tisch durch­führbar war.

Natürlich müssen auch die Naturstein­elemente z. T. saniert, zum Teil wieder­hergestellt werden – manche Fehl­stelle hat sich schon lange „weg­gekuckt“, andere fallen immer wieder ins Auge. Am deutlich­sten wird hier das Giebel­kreuz sein, das sich am West­ende des Haupt­schiffs wieder erheben soll. Erste Ent­würfe für die Aus­führung sind schon an­gefertigt, der Kirchen­vorstand berät.

Durch die Unterstützung aus Landes­denkmal­mitteln und Zu­weisun­gen der Landes­kirche können wir als Kirch­gemeinde den Bau-Abschnitt im Umfang von ca. 750.000 € angehen. Dass dennoch Eigen­mittel in Höhe von 40.000 € ein­zuwer­ben sind, fordert uns als Kirch­gemeinde und >Förder­verein heraus. Vielleicht können wir Sie ja zur Unter­stützung gewinnen?

Nachdem ab Ende März die Gerüste gestellt worden sind, ging es im April los mit dem Abschla­gen des alten Putzes und an­schließen­der Fugen­sanierung:

Im Juni startete die Dach­sanierung auf der Süd­seite, parallel dazu wurden die Arbei­ten am Außen­putz (Entfernung, weil Unter­putz zu weich und Deck­putz zu hart) und an den Por­phyr-Schmuck­steinen (Fugen­sanierung und Ersatz von Ver­witterungs­stellen) weiter­geführt.

Im Juli wurde, nachdem das Unterdach auf der Südseite fertig war, die Dach-Nordseite in Angriff genommen, und die Sanierung der Schmucksteine, so weit sie in das Mauerwerk eingelassen sind, wurde abgeschlossen:

Ungeduldig erwartet, wird nun seit Ende August am Ein­decken des Dachs gearbeitet. Eine spezielle Teil­aufgabe ist der Aufbau der Dach­gauben. Diese Art der Gauben hat im Fach­jargon mehrere Bezeich­nungen, die schönste davon lautet „Fleder­maus-Gaube“ – bleiben wir also dabei. Die nicht ganz einfache Aufgabe, eine Fle­der­maus­gaube einzudecken, ver­anschau­lichen die ersten der folgen­den Fotos; ob das Abflexen der unteren Ziegel (zweites Bild) denkmal­gerecht ist, durfte mit Recht be­zweifelt werden – auf den Protest des Bauherrn hin wurden die Ziegel über den bereits eingedeckten beiden Gauben wieder auf­genom­men und neu gelegt, und diesmal schön, fach- und denkmal­gerecht (Mitte September).

Daneben sehen Sie das sa­nier­te Porphyr-Maßwerk des Tauf­fensters und die noch in Arbeit befind­lichen Teile für das den hinte­ren Dach­first ab­schlie­ßende Giebel­kreuz.

Mitte September sieht man erste Putzflächen: den Unterputz und auch schon eingefärbten Oberputz.

Anfang Oktober ist das Eindecken des Daches auf der Südseite weitgehend beendet. Nun wird die Nordseite in Angriff genommen. Das Porphyr-Giebelkreuz und die auf die Simse gehörenden Steinkugeln werden vorbereitet. Schließlich ist es so weit: Am 11. Oktober werden das Giebelkreuz und die Steinkugeln nach oben gehievt. Die Presse ist anwesend, fotografiert und berichtet. Am 25. Oktober sind die Putzarbeiten beendet, die Anstrich­arbeiten in vollem Gang, und oben räumen die Dachdecker bereits auf, denn es bleibt an der Nordseite nur noch wenig zu tun.