Konfi-Fahrt nach Schloss Mansfeld im Juni

Zusammen mit den Konfir­manden der 7. Klasse aus Mark­klee­berg-Ost und Marien­brunn haben wir drei wunder­bare Tage auf dem alten Schloss verbracht. Gemeinde­grenzen spiel­ten nach kur­zer Zeit keine Rolle mehr – und so konnten wir mit­ein­an­der backen und in bun­ten Teams ge­gen­ein­an­der an­tre­ten.

Die Nähe, die wir unter­ein­an­der spüren konnten, schenkt uns Jesus Christus in den Sakra­men­ten – also war es nahe­liegend, uns mit Abend­mahl und Taufe zu be­schäf­tigen.

Da­zu besuch­ten wir die Tauf­kirche Martin Luthers in Eis­leben. Mit ihrem Tauf­brunnen rückt hier die Taufe mitten in das Leben – von dort her können wir Kraft be­ziehen. Kraft für unseren je eige­nen Lebens­weg. Für die Be­schäf­ti­gung mit dem Abend­mahl nah­men wir das Abend­mahls­bild Leonardo da Vincis als Vor­lage, und über­setz­ten es in unsere Zeit.

Nicht: „Wann sind wir wie­der zu Hause?“, son­dern eher: „Wann machen wir das wie­der?“ stand am Ende. Viel­leicht Pfings­ten nächstes Jahr, mal sehen, wer da­bei ist …

Pfarrer Christoph Reichl


27. Straßenfest am 27. Mai

1000 Tassen (fast) alle wieder im Schrank

Gemeinde­glieder und Gäste haben engagiert zu­ge­griffen und ihre Tassen­vor­räte er­weitert, Lücken im Service ge­schlossen oder ein­fach nur ein kosten­loses neues Be­hältnis für Stifte, Fenster­brett-Dill­pflanzen oder als Besteck­becher für den Garten­tisch ge­funden. In allen Cafés waren sämt­liche Tassen zur Mit­nahme vor­ge­sehen, eben­so die Dekora­tion des Brunnens auf dem Kirchen­vor­platz ab 17.00 Uhr. Wer Angst vor Scher­ben hatte, konnte Grüße auf Post­karten mit …-Motiv (raten Sie mal) direkt vom ge­mein­samen Stand der beiden Kirch­gemein­den Leipzig- Connewitz-Lößnig und St. Bonifatius Leipzig-Süd ver­schicken.

Frühes Auf­stehen lohn­te, für einen rund­um ge­lunge­nen Gottes­dienst, für den Wow-Effekt der Er­öffnung auf dem Kirchen­vorplatz, den Artistik-Block auf der Bühne. Drei Meter Bühnen­tiefe waren selbst für den ge­stan­denen BMX-Rad-Artisten aus Ungarn schweiß­trei­bend, das von den Break­dancern ge­forder­te Nivellie­ren der Bühne am Aufbau-Sonnabend eine neue Heraus­forderung. Die Pro­gramm­qualität aber hat sich längst rum­ge­sprochen – ganz­tägig dicht be­setzt waren die Plätze vor der Bühne ebenso wie die Bänke bei der Musical- und Theater­auf­führung in der Kirche.

Bei­nahe ver­schwunden je­doch war die große Kirchen­baustelle durch die Viel­zahl attrakti­ver Stände, einen Artistik-Parcours für Kinder hinter der Kirche und durch mit Graffiti-Tafeln ver­klei­dete Bau­zäune eines Jugend­projektes von Jugend­haus/Süd­pol und LWB (Spenden für das neue Kirchen­dach und den Außen­ver­putz sind je­doch dringend er­be­ten)! Ge­wohnt farben­froh wurde die Kaffee­tüten­Moden­schau präsen­tiert, mit Herz­blut die Tombo­la zur Mit­finan­zierung des Festes offeriert, ein fröh­licher Blech­bläser­sound unseres Posaunen­chores in den blauen Wochen­end­himmel ge­sandt.

In der Rück­schau bleibt die Er­innerung an ein gel­unge­nes Fest und der Wunsch, Freunde aus der Ferne end­lich mal per­sön­lich über das Straßen­fest führen zu können; Ge­legen­heit dazu gibt es wieder am 19. Mai 2019! Gel­egen­heit zum Mit­tun auch! Über­legen Sie (es sich) mal.

Text: Thomas Noack
Fotos: Thomas Noack (1–5) und Sebastian Keller (6)


Gemeinderüstzeit im Mai 2018

„Orte des Glaubens“

„Was für ein wunder­barer Ort!“ – nicht bloß ein­mal habe ich das ge­sagt oder ge­dacht in den Tagen der Gemeinde­rüstzeit im Kloster Wechsel­burg. Die einzig­artige mittel­alterliche Kloster­anlage, die Kloster­kirche, der Hof und die Lage gleich ober­halb der Mulde machen diesen Ort schon zu einem ganz beson­deren Er­lebnis!

Es ist ein Ort des Glaubens. Wie viele Menschen haben hier, lange vor uns schon, ges­ungen, ge­betet, mit­einan­der ver­sucht, Glauben zu leben. Nun sind wir hier ge­wesen an diesem Ort des Glaubens, vier Tage lang, eine Gruppe von ca. 20 Erwach­senen und 10 Kindern.

Wir haben mit­einan­der ge­sungen, ge­redet, ge­betet, gut ge­gessen, ge­spielt und auch die zauber­hafte Land­schaft an der Mulde ein wenig er­kun­det auf unseren Wan­derungen am Nach­mittag.

„Orte des Glaubens“ – das war unser Thema – die Kin­der haben das Thema von der ganz prakti­schen, sinn­lichen Seite an­ge­fasst. Sie haben auf die Vögel gehört wie einst der heilige Fran­zis­kus und ver­sucht heraus­zu­finden, wer da singt und wer da wie singt. Am zwei­ten Tag gab es eine eigene Kinder­kirchen­führung in der Kloster­kirche. So konnten die Kinder auf ihre Weise etwas erleben von dem „Stein ge­wor­denen Glauben“ in dieser Kirche. Dann haben sie selbst einen „Glaubens­ort“ gebaut, ein eigenes Zelt direkt am Ufer der Mulde.

Die Erwach­senen haben der­weil über die Stille als einen Ort des Glaubens nach­gedacht. Welchen Schatz bergen eigent­lich die Kirchen­räume für unseren Glauben? Am Ende stand ein Gottes­dienst im Kloster­garten unter dem Dach eines großen Pavillons, den Kinder und Er­wach­sene ge­mein­sam ge­staltet und er­lebt haben. Alle haben mit­ge­macht, das war ein wunder­barer Schluss- und Höhe­punkt der reichen ge­mein­samen Zeit in Wechsel­burg.

Termin und Ort der Gemeinde­rüst­zeit im kommen­den Jahr stehen bereits fest: vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 sind wir in Kohren-Sahlis (Heim­volks­hoch­schule). Herz­liche Ein­la­dung schon jetzt!

Text: Pfarrerin Ruth Alber
Fotos: Matthias Pfau