Konfirmation 2018

Volle Paul-Gerhardt-Kirche am Sonntag Jubilate

Am 22. April haben wir die Konfirma­tion von über 30 jungen Menschen in der Paul-Gerhardt-Kirche gefeiert. Vikarin Sabine Wagner, Theologie­student Ferdi­nand Scheel und ich haben die Konfir­manden­zeit gemein­sam gestaltet und dann auch den Konfir­mations­gottes­dienst. Das war der Höhepunkt unserer gemein­samen Zeit. Im August 2016 waren wir gestar­tet, ein wenig beklom­men, ein wenig befan­gen am Anfang. Das gab sich bald. Schnell war das Eis gebrochen, das Mit­einan­der fühlte sich gut an für viele. Un­vergess­liche Erleb­nisse waren die Konfi­wochen­enden in Dreiskau-Muckern im Sommer 2017 und in Colditz im März 2018. Sicher war es auch oft an­strengend, die Fragen nach Gott und Glauben zu bewegen. Zweifel wurden aus­gespro­chen. „Soll ich dabei- bleiben?“, fragten sich einige.

Harte Arbeit war die Vorberei­tung des Passions­spiels für den Gottes­dienst am Kar­freitag. Aber am Ende stand eine, wie wir finden, sehr berührende, richtig bewe­gende Dar­stellung der Leidens­geschichte Jesu. Und was für Talente sich dabei ge­zeigt haben! Un­glaublich!

Nun ist unsere gemein­same Zeit zu Ende ge­gangen. Wir sind zu­sammen­gewach­sen in diesen 20 Monaten, und ein bisschen weh tut der Abschied auch. Wir hoffen, dass die Neu­konfirmier­ten sich einla­den lassen zur Jungen Gemeinde. Es ist gut, den Weg des Glaubens gemein­sam weiter­zugehen. Freund­schaften werden geknüpft und vertieft. Gottes Segen wün­schen wir „unseren“ ehemali­gen Konfir­mandinnen und Konfir­manden.

Die Predigt vom Konfir­mations­gottes­dienst steht an >dieser Stelle zum Anhören bereit.

Pfarrerin Ruth Alber, Vikarin Sabine Wagner und Theologiestudent Ferdinand Scheel


Emmausgang

Am Sonntag nach Ostern von Connewitz nach Lößnig

Bei herrlichem Frühlings­wetter machten sich nach dem Gottes­dienst zum Sonntag Quasi­modo­geniti viele Ge­meinde­glieder, zusam­men mit Pfarrerin Alber und Diakonin Weiss, auf einen Emmaus-Gang von der Conne­witzer Paul-Ger­hardt-Kirche durch den Auwald zu Gethsemane­kirche in Lößnig.

Der Brauch, der v. a. in Süd­deutsch­land am Oster­montag gepflegt wird, erinnert an zwei Jünger, die zwei Tage nach dem Kreuzes­tod Jesu von Jeru­salem in Richtung Emmaus gingen und unter­wegs über ihre zunichte ge­machte Hoffnung redeten. Wie diese Jünger schlepp­ten insbeson­dere die Jungen unter uns das Holz­kreuz als Symbol für das Schwere, Traurige. Zusätz­lich erinner­ten gesammelte Steine an die Hoffnungs­losigkeit. Von Station zu Station begegnete uns unter­wegs das Leben­dige, Schöne in Form von Früh­blühern, Vogel­gesang und guten Gesprä­chen beim gemein­samen Gehen.

Und die Original-Emmaus­jüngern? Unter­wegs begegnete ihnen ein Un­bekann­ter, den sie erst später beim ge­mein­samen Brot­brechen als den auf­erstan­denen Jesus erkann­ten. Voller Freude und Hoffnung eilten sie nach Jeru­salem zurück, um die frohe Botschaft zu verbreiten.

Wir modernen Emmaus­jünger aus Conne­witz und Lößnig feierten den Ab­schluss unseres schönen gemein­samen Weges voll guter Begeg­nungen kon­sequenter­weise mit einem fröh­lichen gemein­samen Picknick.

Anja Schlenker


Sommerfahrten mit dem Jugendpfarramt

Zwei erlebnisreiche Fahrten liegen hinter unseren jungen Leuten, drei von ihnen lassen uns an ihren persönlichen Eindrücken teilhaben.

Sommer im Süden

14 Tage, 2 Wochen, 1/3 der Som­mer­ferien, voll mit Spaß, Erleb­nissen und neuen Freun­den. Der Bus, der 23.00 Uhr in Leipzig startet, hat­ den wunder­schönen Gardasee im Nor­den von Italien zum Ziel. 30 auf­ge­kratzte Jugend­liche zu­sam­­men in einem Bus er­warten gespannt die kom­men­de Zeit. Ausflugsorte sind bei­spiels­weise Arco, Mel­ce­sine und Verona, die Stadt von Romeo und Julia. „Sommer im Süden“ hat uns viel Spaß bereitet und uns eng zusam­mengeschweißt.

Vielen Dank ans Ju­gend­pfarramt für diese tolle Fahrt. Bis nächstes Jahr!

Lukas Heinrich, Hannah Malgut

Fahrt nach Taizé

Wenn man versucht, Taizé und das damit verbundene Gefühl zu beschreiben, kommt man recht schnell an seine sprachlichen Grenzen, man muss selbst dort gewesen sein, um zu wissen, wovon ich rede, um zu verstehen, was eigentlich das Besondere an diesem Ort ist.

Doch was ist Taizé eigentlich? Taizé ist ein kleiner Ort in Frankreich, in dem sich Ende der 1940er Jahre ein Männerorden zur „Bruderschaft von Taizé“ zusammenschloss. Bis heute fasst die Gemeinschaft etwa 100 Brüder aus mehr als 20 verschiedenen Ländern und seitdem gilt die Einrichtung als eine Art Wallfahrtsort und Begegnungsstätte für Gläubige und vor allem Jugendliche aus aller Welt. Am Besten stellt man sich den gesamten Komplex wie einen großen Campingplatz, angesiedelt um eine Kirche, vor, der ungefähr 5000 bis 10.000 Menschen Platz bietet. Die Erfahrung „Kennenlernen des einfachen Klosterlebens“ (wie im Informationsschreiben angekündigt) schlägt sich in dem mehr als spartanischen Essen und der Teilung aller zu erledigenden Arbeit, von der Essensausgabe bis zum Toilettenputzen, nieder. Tatsächlich funktioniert das „Konzept Taizé“ aber gänzlich ohne Angestellte, organisiert werden die Gruppen von Jugendlichen, von den Brüdern selbst oder von sogenannten „Permanents“, Leute die sich entschlossen haben, die normale Aufenthaltsdauer von einer Woche zu verlängern.

All das basiert auf freiwilliger Basis, niemand wird gezwungen, die Toiletten zu putzen, theoretisch ist es jedem möglich, den ganzen Tag horizontal in seinem Zelt zu verbringen. Doch überraschenderweise passiert genau das nicht und hier fängt das Konzept schon an aufzugehen. Du tust etwas für die Gemeinschaft und diese tut etwas für dich, bei so banalen Dingen wie Essen angefangen, über ein greifbares Miteinander über das ganze Camp hinweg, bis zu den neuen Kontakten, die du automatisch knüpfst. Der Ort Taizé schafft automatisch dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, fast ausnahmslos jeder ist gutgelaunt.

Doch wie schon anfangs erwähnt, ist das verbale Ausschmücken dieses Ortes nichts gegen das eigentliche Gefühl, das man empfindet, wenn man sich auf eine solche Woche voller neuer Möglichkeiten und Erfahrungen einlässt. Was ich jedem sofort empfehlen würde.

Jakob Wehner


Kinder- und Teencamp in Deutzen

Habt ihr schon mal eine Weltreise gemacht? Solch eine Reise kann man so­gar südlich von Leipzig in Deutzen starten und durch­füh­ren. 125 Kinder, weitere 25 beim Teencamp, ließen sich in der ersten Ferienwoche auf das Aben­teuer ein, nicht nur bibli­sche Orte zu besuchen, Land und Leute kennen zu lernen und landestypisch zu es­sen. Jeden Mor­gen war ein Gast aus einem anderen Erdteil im Kinder­camp. Mit den Reisebegleitern (Ge­meinde­pädagogen und jugendlichen Teamern) spürten die Kinder vor­mittags anhand von Bibeltexten den Fragen nach Ge­rechtigkeit, Flucht, Fremdsein oder „Was brau­che ich zum Leben?“ nach. 

15 Kinder unserer Gemeinde waren in ihrer Gruppe als „Rote Fluggesellschaft“ kreuz und quer über den Glo­bus unter­wegs, zu Besuch in anderen Ländern. Die Work­shops am Nachmittag waren zudem sehr beliebt, man konn­te Schnitzen, Tanzen, Bogenschießen oder Juggern (ein Mann­schafts­wett­kampf­spiel) ... Auch das Baden in der „Adria“, gleich neben dem Camp, kam nicht zu kurz.

Höhepunkt war das große Gelände­spiel, ausgedacht von Jugendlichen des Teen­camps. Der Süßigkeiten-Nim­mer­satt hatte dummerweise alle Süßig­keiten im Camp ge­stoh­len, wovon es eh nicht so viel gab! Zum Glück konnten die Kinder sie ihm wieder abjagen. Wie gut, dass wir auch von den angekündigten Unwettern ver­schont blie­ben. So hatten alle eine schöne, ereignis­reiche Zeit in toller Gemeinschaft.

Ein besonderer Dank geht an die Teamer Lukas Hein­rich und Elin Gerloff, ohne deren Unter­stützung es nur halb so schön gewesen wäre.

Diakonin Claudia Weiß, Reiseleiterin der Roten Fluggesellschaft