Baugeschehen an der Paul-Gerhardt-Kirche

Hier finden Sie eine Dar­stel­lung ab­geschlos­sener Bau­maßnah­men der letzten Zeit. Noch laufende Bau­maßnah­men – falls es aktuell solche gibt – sind im Menü­punkt >Aktuelles zu finden.

Sanierung Hauptdach, Außenputz, Porphyrteile (2018)

Ende März begannen die Gerüstarbeiten für den dritten und letzten großen Ab­schnitt der Außen­sanierung unserer Kirche. Das Haupt­augen­merk lag auf dem Dach, das kom­plett neu ein­gedeckt wurde. Dabei ging es nicht nur um die große Dach­fläche und die Wieder­herstel­lung der histori­schen Deckung in den Rinnen, sondern auch um die Ertüch­tigung der Trag­konstruk­tion, den Ein­bau eines Unter­daches und die Instand­setzung der Gauben. Darüber hinaus wurde die Fassade komplett erneuert; dazu musste der vorhandene Putz komplett abgeschlagen werden. Und natürlich mussten auch die Naturstein­elemente z. T. saniert, zum Teil wieder­hergestellt werden.

Durch die Unterstützung aus Landes­denkmal­mitteln und Zu­weisun­gen der Landes­kirche konnten wir als Kirch­gemeinde diesen Bau-Abschnitt im Umfang von ca. 750.000 € angehen. Dass dennoch Eigen­mittel in Höhe von 40.000 € ein­zuwer­ben waren, forderte uns als Kirch­gemeinde und >Förder­verein heraus.

Zuerst wurde der alte Putz abgeschlagen, damit begann auch die Fugen­sanierung.

Im Juni startete die Dach­sanierung auf der Süd­seite, parallel dazu wurden die Arbei­ten am Außen­putz und an den Por­phyr-Schmuck­steinen (Fugen­sanierung und Ersatz von Ver­witterungs­stellen) weiter­geführt.

Ab Ende August wurde am Ein­decken des Dachs gearbeitet. Eine spezielle Teil­aufgabe ist der Aufbau der Dach­gauben. Diese Art der Gauben heißen Fle­der­maus­gaube; eine solche einzudecken, verlangt handwerkliches Geschick. Mitte September konnte man erste Putzflächen entdecken: den Unterputz und auch schon eingefärbten Oberputz.

Anfang Oktober war das Eindecken des Daches auf der Südseite weitgehend beendet. Nun kam die Nordseite dran. Das Porphyr-Giebelkreuz und die auf die Simse gehörenden Steinkugeln wurden vorbereitet. Am 11. Okto­ber schließlich wurden das Giebelkreuz und die Steinkugeln nach oben gehoben. Die Presse war anwesend, fotografierte und berichtete.

Am 25. Oktober waren die Putzarbeiten beendet und die Anstrich­arbeiten in vollem Gang. Ab Mitte November wurde „abgerüstet“; es fiel zunächst das Turmgerüst. Dann stockte der Gerüstabbau für mehrere Wochen, aber zum Weihnachtsfest war die Kirche endlich wieder ohne Gerüst!

Wir sind als Gemeinde sehr dankbar dafür, dass diese große Bauetappe geschafft ist! Unser Dank richtet sich an Gott, aber gleichermaßen an alle, die am Bau beteiligt waren, sei es durch tatkräftige Arbeit, Organisation, Koordination, Vermittlung ... Es ist ein Werk vieler, und wir freuen uns am stabilen Dach und am schmucken Aus­sehen unserer Paul-Gerhardt-Kirche :-)


Pflege des Parketts (Mai 2017)

Es ist vermutlich schon einige Jahr­zehnte her, dass das Parkett unserer Paul-Gerhardt-Kirche grund­legend ge­pflegt wurde. Im Mai 2017 war es nun wieder so weit. Das Parkett erhielt eine Grund­reinigung mit Wisch­pflege und Ober­flächen­versiege­lung. Um die Arbei­ten ausführen zu können, mussten die Bänke jeweils auf die andere Seite gefahren werden. Hierfür gibt es tech­nisches Gerät, das den Trans­port der Bänke er­möglicht.

Wer die Kirche betritt, wird es bemerken: Das Parkett glänzt nun wieder sauber und frisch.


Sanierung der Nebendächer der Paul-Gerhardt-Kirche und der Beichtkapelle (2016 und 2017)

Im Rahmen des „Sonder­pro­gramms Denk­mal­pflege“ hatte die Gemeinde endlich erste Förder­mittel für die Sanie­rung der Dächer zugesagt bekom­men. Damit wurde begonnen, die Dächer vom Haupt­portal und den west­lichen Gebäude­teilen zu sa­nieren. Auch die be­trächt­lichen Schäden im Inneren der Beicht­kapelle sollten behoben werden. Die Maß­nahmen zogen sich leider länger hin als geplant; was die Beichtkapelle in ihrem Inneren betrifft, bis ins 2018.

Zum letzten Bild: Steigt man die Freitreppe vom Paul-Gerhardt-Haus hoch zur Kirche hinauf, hat man jetzt wieder eine schöne Per­spektive: mit dem wieder­hergestell­ten Schorn­stein und – theo­logisch durchaus interessant – der leuch­tenden Ver­blechung der Apsis-Wölbung. Mit ihrer Zelt-Anmu­tung macht sie deutlich, dass unser Haus aus Stein letztlich genauso beweglich bleiben muss wie die Stifts­hütte, die dem Volk Israel auf der Wüsten­wanderung als Ort der Gottes­begeg­nung gedient hat.

Mit der Innen-Sanierung der (Beicht-)Kapelle (Wasser­schäden, Fenster-Reparaturen, Craquele-Putz) hat sich für den Kirchen­vorstand auch die Frage gestellt, wie der Raum zukünftig genutzt werden soll. Neben der regel­mäßigen Nutzung für den Kinder­gottes­dienst kamen auch Gottes­dienste im kleineren Rahmen in den Blick. Wir haben uns daher dafür ent­schieden, den Raum wieder über den Emporen-Aufgang zugänglich zu machen. Für die Innen­raum­gestaltung ent­scheidend ist die Aus­richtung zum Altar­raum (also um 90° zur bisherigen Nutzung gedreht) und die weiter­hin flexible Be­stuhlung. Die Decke wurde gereinigt (die Schablonen­malereien sind allerdings nur als Schatten alter Farb­aufträge er­ahnbar) und der Fuß­boden erneuert. Die Wand­farbe soll dezent den histori­schen Rahmen an­deuten, den dieser Raum einst gehabt hat.

Am 16. April 2017 schließlich konnte die Kapelle zum Oster­frühstück das erste Mal wieder von der Gemeinde genutzt werden.

Der „Förder­verein Paul-Gerhardt-Kirche“ unter­stützte die Re­staurie­rung. Wir danken herzlich für eine Über­weisung in Höhe von 4000 € für die Sanie­rung der vier Buntglas­fenster.

Zur Symbo­lik auf diesen Fenstern finden Sie >hier weiter­führende Erläute­rungen und Detail-Fotos.

Im Frühjahr 2018 ist die Sanie­rung jedoch noch nicht voll­ständig abgeschlos­sen, die Innen­einrich­tung benötigt noch den letzten Schliff: der Altar und das Kruzifix müssen noch über­arbeitet werden; und es wird auch noch nach Lampen gesucht, am besten natür­lich aus der Ent­stehungs­zeit um 1900.


Restaurierung der Turmhaube und des Glockenstuhls (2014/15)

Der „Zahn der Zeit“ hatte bleibende und teils gefährliche Spuren hinterlassen:

Am 1. April 2014 stehen schon die ersten Gerüst­felder, als das Bau­gesche­hen mit einer Andacht eröffnet wird. Es ist auf den Tag genau das 114. Kirch­weih­jubiläum. Danach kann es los­gehen.

Am 19. August feiern wir die Turm­bekrönung mit einer Andacht. Zwei Kupfer­hülsen werden mit einer Tages­zeitung, der Kirchen­zeitung „Der Sonntag“, dem Gemeinde­blatt, den Gedenk­münzen zum Paul-Gerhardt-Jahr sowie einer Liste der Spender gefüllt. Hinzu kommen noch der Flyer des Förder­vereins und die aktuel­len Bau­berichte. Die Predigt von Pfr. Dr. Junghans finden Sie >hier als PDF-Datei.

Der Glocken­stuhl wird aus stati­schen Gründen um 90° gedreht und aus Eichen­holz neu auf­gebaut. Damit können die Schwingun­gen der Glocken elasti­scher auf das Mauer­werk über­tragen werden.
Nachdem der Taubenkot entfernt ist, werden an den Balken der Glocken­decke Feuchtigkeits­schäden sichtbar. Man legt die ein­gemauer­ten Balken­köpfe frei, und es zeigt sich, dass diese erheb­liche Schäden auf­weisen, zum Teil sind sie mit Haus­schwamm befallen; manche hat es schon in das Mauer­werk ein­gedrückt. Auf den Balken der Glocken­stuben­decke steht aber das innere Balken­gerüst für den gesam­ten Turm. Die Schä­den hätten in ab­seh­barer Zeit eine Schief­lage des Turmes bewirkt, bis irgend­wann die Decke und der Turm ein­gestürzt wären.
Die Reparatur der schwer beschä­digten Balken­köpfe ist eine tech­nische Meister­leistung: die darüber befind­lichen 30 Tonnen Turm­gewicht waren statisch abzufan­gen, um die Balken­köpfe mit Stahl­schuhen versehen zu können. Die morschen Balken­köpfe haben uns etwa sechs bis acht Wochen Zeit und über 40 000 Euro gekostet. Dafür musste anderes zurück­gestellt werden. Die neuen Eisen­träger geben dem Turm nun die erforder­liche Stabi­lität.

Im Herbst schreiten die Kupfer­arbeiten unter­halb der Turm­haube voran. Die Dach­deckung der kleinen Turm­flächen und die Steinmetz­arbeiten an den beson­ders schad­haften Steinen sind beendet. Die Fleder­mäuse haben neue Ohren bekom­men, darüber eine Blei­haube, damit sie diesmal länger halten. Die Ostuhr zeigt sich schon mit ihrer golde­nen Sonne auf blauem Grund. Das Motiv der Sonne (und des Mondes) findet sich auch an den Turm­ecken. Ein Bau-Flyer sollte helfen, die Spenden­bereit­schaft zu befördern; >PDF-Datei hier.

Seit Dezember wird der Turm ab­gerüstet. Im Februar 2015 ist die Glocken­stube leer, nachdem die Ar­beiten an den Balken­köpfen beendet sind. Nun werden der Glocken­stuhl aus Eichen­holz ein­gebaut und die Antriebs­technik für die Glocken montiert. Mit dem Konfir­mations­gottes­dienst am Sonntag Jubilate 2015 läuten unsere Glocken wieder. Im August schließ­lich wird die Uhr montiert – von da an sind auch das Tages­geläut und der Stunden­schlag wieder zu hören.