Sommerfahrten mit dem Jugendpfarramt

Zwei erlebnisreiche Fahrten liegen hinter unseren jungen Leuten, drei von ihnen lassen uns an ihren persönlichen Eindrücken teilhaben.

Sommer im Süden

14 Tage, 2 Wochen, 1/3 der Som­mer­ferien, voll mit Spaß, Erleb­nissen und neuen Freun­den. Der Bus, der 23 Uhr in Leipzig startet, hat­ den wunder­schönen Gardasee im Nor­den von Italien zum Ziel. 30 auf­ge­kratzte Jugend­liche zu­sam­­men in einem Bus er­warten gespannt die kom­men­de Zeit. Ausflugsorte sind bei­spiels­weise Arco, Mel­ce­sine und Verona, die Stadt von Romeo und Julia. „Sommer im Süden“ hat uns viel Spaß bereitet und uns eng zusam­mengeschweißt.

Vielen Dank ans Ju­gend­pfarramt für diese tolle Fahrt. Bis nächstes Jahr!

Lukas Heinrich, Hannah Malgut

Fahrt nach Taizé

Wenn man versucht, Taizé und das damit verbundene Gefühl zu beschreiben, kommt man recht schnell an seine sprachlichen Grenzen, man muss selbst dort gewesen sein, um zu wissen, wovon ich rede, um zu verstehen, was eigentlich das Besondere an diesem Ort ist.

Doch was ist Taizé eigentlich? Taizé ist ein kleiner Ort in Frankreich, in dem sich Ende der 1940er Jahre ein Männerorden zur „Bruderschaft von Taizé“ zusammenschloss. Bis heute fasst die Gemeinschaft etwa 100 Brüder aus mehr als 20 verschiedenen Ländern und seitdem gilt die Einrichtung als eine Art Wallfahrtsort und Begegnungsstätte für Gläubige und vor allem Jugendliche aus aller Welt. Am Besten stellt man sich den gesamten Komplex wie einen großen Campingplatz, angesiedelt um eine Kirche, vor, der ungefähr 5000 bis 10.000 Menschen Platz bietet. Die Erfahrung „Kennenlernen des einfachen Klosterlebens“ (wie im Informationsschreiben angekündigt) schlägt sich in dem mehr als spartanischen Essen und der Teilung aller zu erledigenden Arbeit, von der Essensausgabe bis zum Toilettenputzen, nieder. Tatsächlich funktioniert das „Konzept Taizé“ aber gänzlich ohne Angestellte, organisiert werden die Gruppen von Jugendlichen, von den Brüdern selbst oder von sogenannten „Permanents“, Leute die sich entschlossen haben, die normale Aufenthaltsdauer von einer Woche zu verlängern.

All das basiert auf freiwilliger Basis, niemand wird gezwungen, die Toiletten zu putzen, theoretisch ist es jedem möglich, den ganzen Tag horizontal in seinem Zelt zu verbringen. Doch überraschenderweise passiert genau das nicht und hier fängt das Konzept schon an aufzugehen. Du tust etwas für die Gemeinschaft und diese tut etwas für dich, bei so banalen Dingen wie Essen angefangen, über ein greifbares Miteinander über das ganze Camp hinweg, bis zu den neuen Kontakten, die du automatisch knüpfst. Der Ort Taizé schafft automatisch dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, fast ausnahmslos jeder ist gutgelaunt.

Doch wie schon anfangs erwähnt, ist das verbale Ausschmücken dieses Ortes nichts gegen das eigentliche Gefühl, das man empfindet, wenn man sich auf eine solche Woche voller neuer Möglichkeiten und Erfahrungen einlässt. Was ich jedem sofort empfehlen würde.

Jakob Wehner


Kinder- und Teencamp in Deutzen

Habt ihr schon mal eine Weltreise gemacht? Solch eine Reise kann man so­gar südlich von Leipzig in Deutzen starten und durch­füh­ren. 125 Kinder, weitere 25 beim Teencamp, ließen sich in der ersten Ferienwoche auf das Aben­teuer ein, nicht nur bibli­sche Orte zu besuchen, Land und Leute kennen zu lernen und landestypisch zu es­sen. Jeden Mor­gen war ein Gast aus einem anderen Erdteil im Kinder­camp. Mit den Reisebegleitern (Ge­meinde­pädagogen und jugendlichen Teamern) spürten die Kinder vor­mittags anhand von Bibeltexten den Fragen nach Ge­rechtigkeit, Flucht, Fremdsein oder „Was brau­che ich zum Leben?“ nach. 

15 Kinder unserer Gemeinde waren in ihrer Gruppe als „Rote Fluggesellschaft“ kreuz und quer über den Glo­bus unter­wegs, zu Besuch in anderen Ländern. Die Work­shops am Nachmittag waren zudem sehr beliebt, man konn­te Schnitzen, Tanzen, Bogenschießen oder Juggern (ein Mann­schafts­wett­kampf­spiel) ... Auch das Baden in der „Adria“, gleich neben dem Camp, kam nicht zu kurz.

Höhepunkt war das große Gelände­spiel, ausgedacht von Jugendlichen des Teen­camps. Der Süßigkeiten-Nim­mer­satt hatte dummerweise alle Süßig­keiten im Camp ge­stoh­len, wovon es eh nicht so viel gab! Zum Glück konnten die Kinder sie ihm wieder abjagen. Wie gut, dass wir auch von den angekündigten Unwettern ver­schont blie­ben. So hatten alle eine schöne, ereignis­reiche Zeit in toller Gemeinschaft.

Ein besonderer Dank geht an die Teamer Lukas Hein­rich und Elin Gerloff, ohne deren Unter­stützung es nur halb so schön gewesen wäre.

Diakonin Claudia Weiß, Reiseleiterin der Roten Fluggesellschaft


Konfirmandenrüstzeit Klasse 7 im Juni

Was ist Segen?

45 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Markklee­berg-Ost, Marienbrunn und Connewitz-Lößnig erlebten vom 16. bis 18.Juni ein eindrückliches Konfiwochenende in Dreiskau-Muckern. Spielen, baden im Störmthaler See, Zeit zum Nach­denken – das alles und noch viel mehr erlebten wir in diesen Tagen. Freundschaften wurden geschlos­sen oder vertieft. Drei Konfigruppen fanden jeden Tag ein bisschen mehr zusammen.

Was ist Segen? Dieser Frage gingen wir nach bei unseren Thema­gesprächen. Die Geschichte von Jakob aus der Bibel gab uns wichtige Impulse dafür. Für unsere Abend­andachten im Kerzen­schein durf­ten wir die wunder­schöne alte Dorfkirche nutzen.

Dort feierten wir auch unseren Abschlussgottesdienst am Sonntag, zu dem die Eltern mit eingeladen waren. So einen Gottesdienst hatten die wenigsten schon erlebt: ein Geburtstags­ständchen war mit drin und ein wun­der­bares Anspiel zur Geschichte vom verlore­nen Sohn. Wir sangen Lieder, die die Jugendlichen selbst aus­gesucht hatten. Einige trugen ihre eigenen Pre­digt­gedanken vor. Brausend erklang die alte Or­gel (mit Blasebalg!), als einer der Konfirmanden Bachs Toccata (auswendig!) zum Be­sten gab, und zu guter­ Letzt flo­gen Papier­flieger mit Se­gens­sprü­chen auf die versammelte Got­tes­dienst­gemein­de herab. Ein un­ver­gess­liches Erlebnis!

Herzlichen Dank den sechs Mit­ar­bei­terinnen und Mitarbei­tern, die sich wunderbar ergänzten!

Pfarrerin Ruth Alber