Baugeschehen am Paul-Gerhardt-Haus

Sanierung der Freitreppe (2016)

Die Freitreppe vom Paul-Gerhardt-Haus hoch zur Paul-Gerhardt-Kirche bedurfte schon lange einer Reparatur. Die Stadt Leipzig als Eigentümer der Grünanlage hatte sich entschlossen, die Treppe grundhaft zu sanieren, und der Bau kam gut voran. Am 16. August 2016 wurde die Treppe der Öffentlichkeit übergeben.

 

Schaffung eines barrierefreien Zugangs im Haupteingangsbereich (2015/16)

Eine Aufgabe, die sich der Gemeinde stellt, ist der Abbau von Barrieren. Dazu wurde in den letzten Jahren bereits eine behindertengerechte Toilette eingebaut. Nun wurde der dreieckige Vortreppensockel am Haupt­eingang deutlich vergrößert und von ihm aus zur Brandstraße hin eine für Rollstühle geeignete schiefe Ebene gebaut. Die Arbeiten wurden erst im Juni 2016 abgeschlossen, obwohl ursprünglich Weihnachten 2015 als Fertigstellungstermin vereinbart war.

 

Sanierung des Dachstuhls, Deckung des Daches, Wärmedämmung (2015)

In diesem Zug wurde auch der große Saal nach oben hin wärmeisoliert (was sich an der fühlbar angenehmeren Saaltemperatur im Winter bemerkbar macht), und die Wasserschäden in den Vorsälen verschwanden.
Diese Arbeiten waren durch ein Vermächtnis möglich geworden.

Ältere Bauvorhaben (ab 2000)

In den Jahren seit 2000 konnten einige dringende, nicht mehr aufschiebbare Sanierungsmaßnahmen durch­geführt werden. Da gab es zunächst die Sanierung der großen Stufengiebel zur Brand­straße und zur Kirche hin: Der jeweils obere Teil der Mauerstufen war dermaßen von Putz und Bindemittel freigestellt, dass für die Ver­ankerung der schweren Decksteine keine Gewähr mehr bestand. Im Zuge der Sanierung wurden die Giebel in dem von der Denkmalpflege gewünschten Pastellgrün gestrichen.

Das andere Problem war ein statisches: Schon seit vielen Jahrzehnten gab es Risse im Mauerwerk und Sen­kungs­erscheinungen, daher wurde in einem sehr aufwendigen und teuren Bauabschnitt ein großer Teil des Fundaments des Hauses saniert, d. h. das Haus wurde teilweise auf ein neues Fundament gestellt. Hierbei stellte sich heraus, dass es offenbar auch in den zwanziger Jahren „Pfusch am Bau“ gab.

In den Jahren ab 2010 konnte sich die Gemeinde auch anderen Problemen zuwenden: Da wurden die in den fünfziger Jahren eingebauten Zwischenwände entfernt, der untere Saal entstand wieder denkmalgerecht, und der Zuschnitt der Nebenräume wurde den aktuellen Bedürfnissen angepasst. Rundherum konnten die Fenster saniert werden, d. h. sie besitzen heute eine Dreifach­verglasung.