Baugeschehen an der Paul-Gerhardt-Kirche

Hier finden Sie eine Darstellung abgeschlossener Baumaßnahmen der letzten Zeit. Noch laufende Baumaßnahmen – falls es aktuell solche gibt – sind im Menüpunkt >Aktuelles zu finden.

Pflege des Parketts (Mai 2017)

Es ist vermutlich schon einige Jahrzehnte her, dass das Parkett unserer Paul-Gerhardt-Kirche grund­legend gepflegt wurde. Im Mai 2017 war es nun wieder so weit. Das Parkett erhielt eine Grundreinigung mit Wisch­pflege und Oberflächenversiegelung. Um die Arbeiten ausführen zu können, mussten die Bänke jeweils auf die andere Seite gefahren werden. Hierfür gibt es technisches Gerät, das den Transport der Bänke ermöglicht.

Wer die Kirche betritt, wird es bemerken: Das Parkett glänzt nun wieder sauber und frisch.


Sanierung der Nebendächer der Paul-Gerhardt-Kirche und der Beichtkapelle (2016)

Im Rahmen des „Sonder­pro­gramms Denk­mal­pflege“ hatte die Gemeinde endlich erste Fördermittel für die Sanierung der Dächer zugesagt bekom­men. Damit wurde begonnen, die Dächer vom Haupt­portal und den westlichen Gebäude­teilen zu sa­nieren. Auch die be­trächt­lichen Schäden im Inneren der Beicht­kapelle sollten behoben werden. Die Maßnahmen zogen sich leider länger hin als geplant; was die Beichtkapelle in ihrem Inneren betrifft, bis ins Frühjahr 2017.

Zum letzten Bild: Steigt man die Freitreppe vom Paul-Gerhardt-Haus hoch zur Kirche hinauf, hat man jetzt wieder eine schöne Per­spektive: mit dem wieder­hergestell­ten Schorn­stein und – theo­logisch durchaus interessant – der leuch­tenden Ver­blechung der Apsis-Wölbung. Mit ihrer Zelt-Anmu­tung macht sie deutlich, dass unser Haus aus Stein letztlich genauso beweglich bleiben muss wie die Stifts­hütte, die dem Volk Israel auf der Wüsten­wanderung als Ort der Gottes­begeg­nung gedient hat.

Mit der Innen-Sanierung der (Beicht-)Kapelle (Wasser­schäden, Fenster-Reparaturen, Craquele-Putz) hat sich für den Kirchen­vorstand auch die Frage gestellt, wie der Raum zukünftig genutzt werden soll. Neben der regel­mäßigen Nutzung für den Kinder­gottes­dienst kamen auch Gottes­dienste im kleineren Rahmen in den Blick. Wir haben uns daher dafür ent­schieden, den Raum wieder über den Emporen-Aufgang zugänglich zu machen. Für die Innen­raum­gestaltung ent­scheidend ist die Aus­richtung zum Altar­raum (also um 90° zur bisherigen Nutzung gedreht) und die weiter­hin flexible Be­stuhlung. Die Decke wurde gereinigt (die Schablonen­malereien sind allerdings nur als Schatten alter Farb­aufträge er­ahnbar) und der Fuß­boden erneuert. Die Wand­farbe soll dezent den histori­schen Rahmen an­deuten, den dieser Raum einst gehabt hat.


Restaurierung der Turmhaube und des Glockenstuhls (2014/15)

Der „Zahn der Zeit“ hatte bleibende und teils gefährliche Spuren hinterlassen:

Am 1. April 2014 stehen schon die ersten Gerüstfelder, als das Baugeschehen mit einer Andacht eröffnet wird. Es ist auf den Tag genau das 114. Kirch­weih­jubiläum. Danach kann es losgehen.

Am 19. August feiern wir die Turmbekrönung mit einer Andacht. Zwei Kupferhülsen werden mit einer Tages­zeitung, der Kirchenzeitung „Der Sonntag“, dem Gemeindeblatt, den Gedenkmünzen zum Paul-Gerhardt-Jahr sowie einer Liste der Spender gefüllt. Hinzu kommen noch der Flyer des Fördervereins und die aktuellen Bauberichte. Die Predigt von Pfr. Dr. Junghans finden Sie >hier als PDF-Datei.

Der Glockenstuhl wird aus statischen Gründen um 90° gedreht und aus Eichenholz neu aufgebaut. Damit können die Schwingungen der Glocken elastischer auf das Mauerwerk übertragen werden.
Nachdem der Taubenkot entfernt ist, werden an den Balken der Glockendecke Feuchtigkeits­schäden sichtbar. Man legt die eingemauerten Balkenköpfe frei, und es zeigt sich, dass diese erhebliche Schäden auf­weisen, zum Teil sind sie mit Hausschwamm befallen; manche hat es schon in das Mauerwerk ein­gedrückt. Auf den Balken der Glocken­stuben­decke steht aber das innere Balkengerüst für den gesamten Turm. Die Schä­den hätten in ab­seh­barer Zeit eine Schieflage des Turmes bewirkt, bis irgendwann die Decke und der Turm eingestürzt wären.
Die Reparatur der schwer beschädigten Balkenköpfe ist eine technische Meisterleistung: die darüber befind­lichen 30 Tonnen Turmgewicht waren statisch abzufangen, um die Balkenköpfe mit Stahlschuhen versehen zu können. Die morschen Balkenköpfe haben uns etwa sechs bis acht Wochen Zeit und über 40 000 Euro gekostet. Dafür musste anderes zurückgestellt werden. Die neuen Eisenträger geben dem Turm nun die erforderliche Stabilität.

Im Herbst schreiten die Kupferarbeiten unterhalb der Turmhaube voran. Die Dachdeckung der kleinen Turm­flächen und die Steinmetzarbeiten an den besonders schadhaften Steinen sind beendet. Die Fledermäuse haben neue Ohren bekommen, darüber eine Bleihaube, damit sie diesmal länger halten. Die Ostuhr zeigt sich schon mit ihrer goldenen Sonne auf blauem Grund. Das Motiv der Sonne (und des Mondes) findet sich auch an den Turm­ecken. Ein Bau-Flyer soll helfen, die Spendenbereitschaft zu befördern; >PDF-Datei hier.

Seit Dezember wird der Turm abgerüstet. Im Februar 2015 ist die Glockenstube leer, nachdem die Arbeiten an den Balkenköpfen beendet sind. Nun werden der Glockenstuhl aus Eichenholz eingebaut und die Antriebstechnik für die Glocken montiert. Mit dem Konfirmationsgottesdienst am Sonntag Jubilate 2015 läuten unsere Glocken wieder. Im August schließlich wird die Uhr montiert – von da an sind auch das Tagesgeläut und der Stunden­schlag wieder zu hören.